Umlageschlüssel für Betriebskosten

Die Betriebskosten werden laut Gesetz nach Wohnfläche umgelegt, wenn Mieter und Vermieter nichts anderes vereinbart haben. Allerdings kann der Umlageschlüssel unter Umständen auch einseitig vom Vermieter bestimmt werden. Das ergibt sich aus einer Entscheidung (Az. VIII ZR 257/13) des Bundesgerichtshofes (BGH). 

Demnach sind Eigentümer frei, abweichende Vereinbarungen zu treffen. Allerdings müssen dafür zwei Voraussetzungen erfüllt sein: Erstens muss der Vermieter einen üblichen und sachgerechten Umlageschlüssel wählen. In Betracht kommen etwa die üblichen Aufschlüsselungen nach Personen oder Quadratmetern. Zweitens gibt es es nur ein einmaliges Bestimmungsrecht. Sofern mit der ersten Betriebskostenabrechnung ein bestimmter Umlageschlüssel festgelegt wurde, ist auch der Vermieter künftig daran gebunden.

08.02.2016

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